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Sunday, February 3, 2013
Simian Mountains
Langsam schlängelten wir uns die Schotterpiste ins Simian Gebirge hoch. Am Parkeingang mussten wir im Auto Platz machen für Adana, unseren bewaffneten, äthiopischen Scout und Beschützer. Die Kommunikation mit ihm war äusserst basic, denn weder können wir amharisch, noch konnte er mehr als die sechs Worte "thank you very much no problem". Warum wir einen Beschützer in den Bergen brauchen, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen.
Adana, unser Scout
Adana war absolut furchtlos, denn für den viertägigen Treck nahm er genau drei kleine Fladenbrote mit. Er hatte kein Wasser dabei, kein Zelt, keine Matte, kein Schlafsack, keine Jacke und keine richtigen Schuhe. Die erste Nacht verbrachte er so neben unserem Zelt und war am Morgen total durchfroren. Als wir seinen Zustand am nächsten Tag bemerkten, begannen wir ihn zu verpflegen und brachtem ihm warme Kleider. Im Park Office meinten die Offiziellen zwar, dass wir uns nicht um das Wohl des Scouts kümmern müssen, aber der wäre uns doch sonst auf halben Weg erfroren...
Adana in voller Montur
Grosser Mond Dank Waltis 600mm Tele!
Am zweiten Tag verliessen wir Auto und Schotterpiste und treckten auf 3500 Meter. Die Landschaft ist absolut einzigartig. In unseren alpinen Augen sollte die Landschaft in dieser Höhe steil und karg sein. Die Simian Mountains sind aber sehr flach und ziemlich grün. Die Berge sind eher riesige Platten, die waagrecht aufeinander geschichtet und überwachsen mit Gräsern und palmartigen Lobelien sind.
Zwischen diesen Lobelien erwartete uns das Highlight der Simian, der Gelada Baboon. Geladas sind Gräser fressende Affen, die nur im äthiopischen Hochland leben und sich in Gruppen von bis zu 500 Tieren bewegen. Die Affen sind Menschen gegenüber friedlich und wir konnten uns zwischen die fressenden, kopulierenden und lausenden Geladas setzen. So verbrachten wir Stunden unter den Affen und wurden durch ihr Verhalten immer auch an unseren eigenen Ursprung erinnert.
Wedi laust seinen Artgenossen
Am dritten Tag liefen wir entlang der Hochplateaus auf den 4070m hohen Inatye Gipfel. Entlang der Plateau-Kanten musste man schwindelfrei sein, denn dahinter klafft eine 2000m tiefe, senkrechte Lücke. Für Gleitschirmpiloten und Basejumper muss die Gegend das Paradies sein, denn wo kann man schon so einfach ins Leere springen?
On the Top
Den vierten Tag verbrachten wir wiederum mit den Geladas und neu dem Bartgeier. Dieser majestätische Geier ernährt sich fast ausschliesslich von Knochenmark. Um ans Mark zu kommen wendet der Bartgeier eine ausgeklügelte Technik an: er nimmt sich ein grosses Stück und lässt es aus grosser Höhe auf Felsen knallen.
Adana ist übrigens wohlauf und hat neu eine Schweizer Windjacke. Wir suchen jetzt das andere Extrem und besuchen die Danakil Depression, laut Reiseführer die heisseste und menschenfeindlichste Wüste der Welt, 200 Meter unter dem Meeresspiegel.
Wedi erklärt die tektonische Schichtung :-)
Camp, Tag 1
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Michi du bisch jetzt Geologe hihihi !!!
ReplyDeletekusskuss Martina
hahahahaaaahaha die Affe sind de Hammer!!! Ich liebe euien Blogg. Wiiterhin alles Gueti und Schöni.
ReplyDeleteBaci Franziska