Luxor, Aswan und die Fähre
Nach den unglaublichen Tagen in der Wüste machten wir uns auf weniger spektakuläre Tage im Niltal gefasst. Trotzdem war es imposant zu sehen, wie entlang des Nils auf einen Schlag alles unheimlich grün wird. Dank dem Staudamm sind die Wassermassen kontrollierbar, dafür haben die Nubier einen Grossteil ihrer Landreserven verloren.
Aus archäologischer Sicht ist Luxor wohl ein weltweites Highlight. Aber für uns war der Kontrast von der leeren Wüste zu den Busladungen voll Touristen etwas gar gross. Als positiv ist zu werten, dass sich anscheinend doch noch einige Touristen nach Ägypten verirren. Wir haben uns das Tal der Könige angeschaut und sind in die Gräber gestiegen. Schon imposant, dass diese Hochkultur bereits vor 4500 Jahren ihre Anfänge hatte.

Am Abend haben wir einen Ausflug auf dem Nil gemacht. Unser Kapitän hat auf halbem Weg noch einen Fischer heran gewunken und ihm drei Kilo Fisch abgekauft. Es war faszinierend zu sehen, wie stark er ihn herunter gehandelt hat. Am Schluss hat ihn der Fischer nicht mehr angeschaut und der Kapitän musste ihm das Geld in die Brusttasche stecken, da er sich demonstrativ von ihm abwendete. Sehr theatralisch. Trotzdem waren sie nie wirklich wütend. Das mussten wir erst lernen: du schreist dich zwar aus voller Kehle an, aber das heisst nicht, dass du wütend bist.
1: Fisch auswählen
2: Endlos schreien und die Hände verwerfen
3: Glücklich den Handel abschliessen (wenigstens einer lacht)
Der letzte ägyptische Teil führte uns nach Aswan, wo wir unser Auto auf ein Transportschiff laden. Gestern verbrachten wir den ganzen Tag am Hafen ohne auch nur etwas zu machen. Um uns war Hektik total, die Hafenarbeiter hatten mindestens 50 Tonnen Material von Hand auf die Schiffe geladen. Bärenstark die Jungs, aber so was von keinem Plan! Nach Sonnenuntergang, nach 10 Stunden Wartezeit, durften wir schliesslich unser Auto auf das Boot fahren. Die Rampe war extrem eng, das Wasser unheimlich tief und 10 Hafenarbeiter gaben uns 10 verschiedene Anweisungen, wie wir aufs Boot zu fahren haben. Wir haben dann kurzfristig die Nerven verloren und rumgeschrien, aber das muss ja nichts bedeuten....
Das links neben dem Lastwagen ist das Boot. Es ist einfach ein bisschen überladen.
Im Hafen haben wir drei nette Britten kennengelernt, die mit ihrem Defender durch Afrika fahren. Wir haben uns spontan zusammengeschlossen und werden die nächsten Weihnachtstage miteinander im Boot und in der Wüste Sudans verbringen.
Heute fährt die Passagierfähre, wann unsere Autos ankommen steht noch in den Sternen.
Frohe Weihnachten allerseits!
in DEM Grab stand ich auch schon. Das Tal der Könige! Horcht man sich in dieses steinige hügelige Tal - zieht den Kopf ein beim runtersteigen in die Vergangenheit. Riecht die muffige Luft. Die Farben der Zeichnungen an den Wänden. Überwältigend. Genauso eindrucksvoll wie eure Erzählungen und Fotos! Frohi Wiehnachte ihr 2
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