Switzerland, Italy, Tunisia, Libya, Egypt, Sudan, Ethiopia, Kenya, Uganda and Tanzania in a Opel Frontera TDi 4x4
Wednesday, December 19, 2012
Die Wüste oder oooohh!
Wir dachten ja schon, dass die Ankunft in Kairo eine Challenge war. Aber mit dem Auto aus der Stadt zu fahren, hat es auch in sich. Wir brauchten drei Stunden. Da in Ägypten aus uns unerfindlichen Gründen eine Dieselarmut herrscht und deshalb nur jede dritte Tankstelle in Betrieb ist, verzögerte sich die Ausreise zusätzlich. Tipp an alle Overlander: Tank und Reserve in Kairo füllen, in der Wüste gibt es nur alle drei bis vier Tage Sprit.
Ihr wundert euch vielleicht über den Blog-Titel. Aber wir schwören euch, sobald ihr die westliche Wüste Ägyptens besucht habt, macht er ganz viel Sinn. Wir waren schon an einigen Ecken dieser Welt, aber was dieser Flecken Erde zu bieten hat, ist schlicht atemberaubend. Wir werden jetzt mal zum Tourismusbotschafter der Weissen Wüste: Kauft euch ein Ticket nach Kairo und geht vom Flughafen direkt in die Wüste! Wir garantieren euch, es ist kein Mensch da. Wir waren im Eden Garden Camp. Eine kleine Oase in der Wüste, Bäume und Sträucher überall. Dazwischen kleine Hütten aus Stroh und eine eigene Quelle mit 45 Grad warmen Wasser. Ein Traum und kein Gast dort. Der Besitzer meinte, das sei nun schon seit drei Jahren so.
Eden Garden Camp, Bawiti
Hot Spring, Eden Camp
Vom Eden Camp sind wir zu einer Wüstenexkursion aufgebrochen. Wir liessen uns nach anfänglichem Widerstand davon überzeugen, ein Begleitfahrzeug mitzunehmen, da die Orientierung nicht ganz einfach ist. Als Bonus kam dazu, dass die zwei Jungs für uns kochten und uns Tipps gaben, wie man über die Dünen fahren muss.
Was folgte waren drei unvergessliche Wüstentage. Wir liessen die halbe Luft aus unseren Pneus, aktivierten den Allrad-Antrieb und fuhren einmal über den ganzen Mond. Dünen in allen Formen und Grössen, Skulpturen wie aus 1001 Nacht, Kalksteine, Sandsteine, Muscheln, Pilze, Wüstenfüchse, roter, weisser, gelber und schwarzer Sand. Unser Opel alias Hampi hat den Parcour mit Bravour bestanden, wir sind nur zwei Mal stecken geblieben und konnten uns eigenständig freischaufeln. Die Nächte verbrachten wir in skurrilen Gesteinsformationen, setzten uns vors Feuer und rauchten mit den Beduinen Kabur.
Weisse Wüste
Sunset over the Western Desert
Postkarten Oase
Campsite in the Western Desert
The rabbit
Big mushroom, small Michael
Dario on the Rock
4WD fun
Western Desert
Wedi kommt diesen Winter doch noch zum Boarden!
Jetzt sind wir in Dakhla, einer weiteren Oase im Süden. Auch hier gibt es warme und kalte Quellen, viele schöne Camps und keine Touristen.
Morgen fahren wir den letzten Wüstenteil nach Luxor und von dort nach Aswan. Trotz 1500 Kilometer Grenze haben es Ägypten und der Sudan nicht hingekriegt, eine verbindende Strasse zu bauen. Der einzige Weg in den Sudan führt über den Nasser Stausee. Wir nehmen am Heiligabend die Passagierfähre, unser Auto wird zwei Tage früher mit einem Lastkahn transportiert. Wenn das nur gut kommt!
stuck in the sand, but the sunset is more important!
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Einfach nur aaaatemberaubend schön - und nein, ich wundere mich nicht über das Oooooohh! im Titel...
ReplyDeleteHejhej, mal schauen ob ich es als anonymes Tanti aus Bern hinkriege mit meinem Kommentar in Assuan zu landen!!!!
ReplyDeleteIch gucke ja, ehrlich gesagt, jeden Tag in euren Blog und mich überrascht das oooohhhh ebenfalls keineswegs, auch wenn ich "nur" die südliche Sahara Algeriens und Lybiens ein klitzekleinwenig kenne.
Fahrt schön über den See - ich freue mich derweil schon auf neue Bilder und zünde am 24. für euch zwei Wunderkerzen am Christbaum, auf dass ihr euer Auto rund und ganz zurückbekommt, dort wo der Sudan mit seiner Strasse beginnt. Ursula